10. April 2012

Ein Weg zum Layout

Wir möchten ganz von vorne anfangen und Euch so das Scrapbooking näher bringen. Dazu ist es erstmal wichtig, die Grundlagen zu kennen, daher beschäftigen wir uns heute mit dem Thema Layout.
Was also ist ein Layout?
Als Layout bezeichnet man eine fertig gestaltete Seite in einem Scapbook (=Fotoalbum). Das Standardmaß beim Scrapbooking ist 12x12inch, was in etwas 30,5x30,5cm entspricht. Zwölf mal Zwölf Zoll ist das amerikanische Maß für Standardalben, "deutsche" Fotoalben, wie man sie hier überall kaufen kann haben ein kleineres Maß (meistens ca. 26x29cm). Layouts können aber auch andere Größen haben. Beliebt hier in Deutschland und Europa ist die DIN-A4-Norm, was in etwa dem Scrapbookmaß von 8,5x11" entspricht. Auch kleiner Formate sind möglich z. B. 6x6" (15,2x15,2cm). Grundsätzlich gibt es KEINE Richtlinie, wie groß ein Layout sein muss. Bevorzugt werden aber Layouts im 12x12 Format, da die Papiere und der Cardstock diesem Maß entsprechen. Für Anfänger ist es allerdings sicher einfacher, sich erstmal an einem kleineren Format zu versuchen, oft ist man mit den großen Seiten am Anfang doch ziemlich überfordert. Grundsätzlich ist die Größe des Layouts eine Geschmacksfrage, was einem selbst am Besten liegt und auch gefällt, bzw. man es für sich selbst am Besten aufbewahren kann.
Ein Layout entsteht - eine Bild für Bild Entstehungsgeschichte
Ich selbst habe verschiedene Herangehensweisen beim Scrappen von Layouts. Meistens habe ich das/die Foto/s und überlege mir dann, welche Papiere, welcher Cardstock und welcher SchnickSchnack= Embellishment zu den Fotos passt. Ich suche mir also zuerst das Material, was meines Erachtens farblich gut zum Foto bzw. meinem Farbkonzept passt.
Wenn ich all das Material zusammengesucht habe, überlege ich, wie ich das Foto/ die Fotos platzieren möchte. Probiert für Euch selbst aus, wie es für Euch am Besten aussieht! Experimentiert mit den Bildern. Wie unterschiedlich das wirken kann, wollen wir Euch heute hier aufzeigen:
Hier in der Anleitung habe ich die Fotos schon vorab zugeschnitten, weil ich wußte, dass sie einen Dreierblog bilden sollten. Aber auch hier gilt, versucht, probiert, testet, solange bis ihr zufrieden seid. Nachdem ich also weiß, wo ich das Foto/die Fotos positionieren will, überlege ich mir, ob ich das Foto hinterlegen möchte (=matten) oder die Ränder bearbeiten möchte (=distressen). Ich schau mir an, ob mir das Foto/ die Fotos auf Cardstock (=Farbkarton) oder bedrucktem Papier (= Patterned Paper) besser gefällt und treffe danach eine Entscheidung:
Ich habe mich bei diesem Layout dazu entschieden, die Fotos mit weißem Cardstock zu matten und dann auf PP (= Patterned Paper) zu kleben.
Dann positioniere ich meine vorab ausgesuchten Embellis (=Verzierungen, Schnick-Schnack), überlege, wie ich sie am besten anordne und wenn mir das Ergebnis gefällt, klebe ich alles auf.
So sieht mein Layout zu diesem Zeitpunkt aus, die Blumen und Knöpfe haben mir dann doch nicht gefallen, also habe ich diese nicht benutzt. Das ist was man niemandem zeigen kann, was einem gefällt oder nicht, muss jeder für sich selbst herausfinden und entscheiden!
Wenn ich also soweit bin und mir die Aufteilung und Zusammenstellung gefällt, überlege ich mir eine Überschrift (=Titel) für das Layout und suche passende Buchstabenaufkleber (=Alphas):
Zum Schluss schreibe ich das Journaling (=die Geschichte zum Bild). Wenn mir auf dem Layout noch irgendwas fehlt, versuche ich aus dem vorher rausgelegten Materialen noch etwas zu ergänzen. In diesem Fall fehlte mir was und so habe ich noch ein paar Brads (=Musterbeutelklammern) auf der Seite angebracht.
Und so sieht das fertige Layout aus:
Manchmal sehe ich aber auch ein Papier und will dieses unbedingt benutzen, dann suche ich eben ein passendes Foto dazu und arbeite wie eben erklärt wieder Schritt für Schritt ab.
Für Anfänger ist es am Einfachsten nach Sketchen = Skizzen zu arbeiten, so wie wir es schon gezeigt haben. Oder aber man macht Layouts, die einem gefallen (fündig wird man ja im www überall) einfach nach. Das Nachmachen von vorgegebenen Layouts nennt man liften.
Sollten sich hier Fragen auf tun, oder braucht bei Hilfe einem speziellen Problem, scheut Euch nicht und schreibt uns eine Mail, wir werden die Fragen so zügig wie möglich beantworten. Gerne könnt Ihr auch hier mitmachen, dann verlinkt Eure Werke einfach in einem Kommentar!

Eure Susanne

Kommentare:

  1. Vielen Dank für eure Erläuterungen zum Thema Layout. Ich persönlich finde allerdings nicht, dass das DinA4 ähnlich dem US-Letter format ist. Letter ist kürzer und ein Stück breiter und somit ergeben sich andere Proportionen als beim Din-Format.
    Beliebt und standardisiert ist das DIN Format hauptsächlich im Geschäftswesen, aber ich habe bisher in Deutschland und Europa kaum Scrapper gesehen, die im DinA4-Format scrappen. Falls doch, bin ich sehr auf Links von euch gespannt!

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  2. Das ist ganz nett geschrieben, jedoch sind einige fachliche Fehler im Text:
    Cardstock ist keinesfalls Tonkarton, sondern ein extra für die Scrapbookindustrie hergestellter hochqualitativer Karton, der acid- und ligninfree ist. Tonkarton ist meistens aus minderwertigerem Papier hergestellt und keinesfalls zum Scrappen geeignet, da auch nicht acid- und ligninfree, sondern ist eher im "Bastelbereich" angesiedelt.
    PP heisst Patterned Paper und nicht Pattern Paper, das ist kein richtiges Englisch.
    Emblis gibt es nicht, sondern das heisst im Fachjargon Embellishments und wer "LEO" bemüht weiss, dass das einfach nur Verzierungen heisst!
    Von Musterbeulenklammern habe ich leider auch noch nie was gehört. Brads sind einfach nur Musterklammern oder Musterbeutelklammern. Ich denke, hier wurden Musterklammern mit Musterklammerbeutel verwechselt und das sind einfach nur gepolsterte Umschläge, die mit Musterklammern verschliessbar sind.

    LG aus Norwegen, Maja

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  3. super Idee...vielen Dank fürs zeigen!!
    LG Doris

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  4. Liebe Meerjungfrau,
    vielen Dank für deinen Kommentar und deine aktive Mithilfe- genau so hatten wir uns das für türkis gedacht. Denn, wie wir schon geschrieben haben, behaupten wir von uns nicht, alles zu wissen und freuen uns, wenn wir Leser haben, die uns auf Fehler aufmerksam machen. Falls du unser "Fachchinesisch" gelesen hast, hast du sicher bemerkt, dass dort alle Wörter ausreichend erklärt sind und in dem Layout-Post wirklich nur minimale Worterklärungen sind- die definitiv nicht ausreichend sind, im Zweifel aber nachgelesen werden können. Wir freuen uns auf weitere freundliche Kommentare von dir.
    Liebe Grüsse
    das türkis-team

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